Die Arbeitsgruppen «Holz als Baustoff» der Initiative Holz | BE und BEO HOLZ laden alljährlich Architekten, Planer und weitere Holzinteressierte auf eine spannende Besichtigungstour im Berner Oberland West ein.

Besichtigung funktioneller Bauten aus Holz

Donnerstag, 7. Juni 2018

Holz als Baustoff ist vielseitig und spannend. Architekten, Planer und Bauherren aus der Region trafen sich am Donnerstag, 7. Juni 2018, zur Architektenfahrt durch das Berner Oberland West. Eingeladen hatte die Arbeitsgruppe «Holz als Baustoff» der Initiative Holz | BE.

Holz 100 Haus, Zweisimmen

Die Besichtigungstour startete am Nachmittag vor dem Holz 100 Haus in Zweisimmen. Die rund 20 Teilnehmenden liessen sich von Sascha Schär, N11 Architekten GmbH, durch das Haus aus Massivholz führen und erlebten einen fünfgeschossigen Holzbau auf minimaler Grundfläche in der Industriezone von Zweisimmen. Das Gewerbe- und Wohnhaus wurde nach dem Prinzip "Bauen im Kreislauf" gebaut, d.h. bei einem späteren Rückbau des Gebäudes lässt sich das Baumaterial wieder in den natürlichen Kreislauf integrieren. Fassaden- und Fensterflächen sind so optimiert, dass dank Zusammenspiel von Sonnenlicht und Speichermasse keine Heizung erforderlich ist.

Simmental Arena Zweisimmen

Gemeinderatspräsident Ernst Hodel begrüsste die Gruppe vor der neuen Markt- und Veranstal-tungshalle in Zweisimmen. Die Fotovoltaikanlage auf dem Dach wird von einer Holzkonstruktion getragen. Für die Halle wurden 2000 Kubikmeter zertifiziertes Schweizer Holz verbaut. Damit steht der Bau ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit. Tom Moser, Germann Architektur AG, führte durch die Multifunktionshalle, welche sowohl als Stützpunkt für die örtliche Feuerwehr wie auch als Aus-tragungsort für Tierschauen, Gewerbeausstellungen oder Sportanlässe dient. 

Fluplatz Saanen

Die letzte Station der Architektenfahrt führte auf den Flugplatz Saanen. Die Teilnehmenden wur-den von Urs Kunz, Jaggi & Partner AG empfangen. Zusammen mit Architektin Elisabeth Wampf-ler führte er durch das 30-Millionen-Franken-Projekt. Für das Einhalten des ambitionierten Bau-programms war die Kommunikation zwischen den Beteiligten entscheidend.

Das Kernstück des Baus ist der neue Terminal mit Aufenthaltsräumen und Büros, daran angebaut sind fünf Hangars bis zu einer Grösse von 36 x 36 x 14 m mit einem gesamten Holzverbrauch über 6000 m3. 

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