Nachdem der Bundesrat die schrittweise Lockerung der Massnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus bekanntgegeben hat, ist die Zukunft wieder etwas planbarer. Weil die Baustellen offengeblieben sind, ist Zuversicht angesagt – doch es gibt noch grosse Herausforderungen. Die Berner Wald- und Holzwirtschaft appelliert mit Nachdruck, jetzt Schweizer Holz zu nutzen und damit der Branche unter die Arme zu greifen.

Der Holzexport ist eingebrochen und geplante Bauprojekte wurden zurückgestellt. Gleichzeitig werden weiterhin Holz-Halbfabrikate in grösserem Umfang importiert. Zudem droht im Wald nach den Winterstürmen und wegen des warmen und trockenen Frühlings ein starker Borkenkäferbefall, so dass zusätzliches Holz anfallen wird, welches schwer absetzbar ist. Deshalb ruft die Branche alle privaten und öffentlichen Bauherrschaften auf, jetzt Bauprojekte anzuschieben, diese in Schweizer Holz zu realisieren und mit Schweizer Holz zu beheizen. Wer Holz aus der Region verwendet, hilft der Pflege des Waldes und einer nachhaltigen regionalen Wirtschaft.

Was hat die Corona Pandemie mit dem Schweizer Holz zu tun?

Während der Coronakrise ist der Absatz von Rundholz eingebrochen und die Grenzen nach Italien und Frankreich wurden für Holzexporte geschlossen. Die Sägewerke sind sehr gut versorgt für die nächsten Monate und verfügen über wenig zusätzliche Lagerkapazität. Das anhaltend warme Wetter begünstigt jedoch den Käferbefall und befallenes Holz muss rasch aus dem Wald entfernt werden. Was tun? Das Holz ohne Nutzung liegenlassen? Nein, im Gegenteil: Nutzen Sie jetzt Schweizer Holz! Sei dies im Bau, bei der Energiegewinnung oder bei anderen Holzprodukten. Jeder Kubikmeter Absatz von Schweizer Holz hilft, die Waldleistungen wie Schutz, Nutzung und Erholung zu erhalten.

Wald: vielseitig leistungsfähig

Unser Wald ist ein Alleskönner: Nebst seiner Schutzfunktion vor Lawinen, Steinschlag und Muren ist er unser Trinkwasservorrat. Er reinigt und speichert unser Wasser. Der Wald prägt das Bild unserer Tourismusregionen und leistet mit seiner Erholungsfunktion viel für das soziale Wohl aller naturverbundenen Menschen. Er speichert CO2 langfristig und er ist Rohstofflieferant für einen wichtigen Wirtschaftssektor: Die Wald- und Holzwirtschaft im Kanton Bern beschäftigt rund 12’800 Mitarbeiter und erbringt eine Bruttowertschöpfung von 1.2 Milliarden Franken. Die Verwendung von Schweizer Holz unterstützt die nachhaltige Pflege unserer Wälder.

Jetzt auf Schweizer Holz setzen

Jede Krise birgt auch Chancen. Regionalprodukte erleben eine erhöhte Nachfrage und das Interesse an der Herkunft von Produkten und den Zusammenhängen von Wertschöpfungsketten ist gestiegen. Beim Thema Holz laufen die wirtschaftlichen Zusammenhänge zudem noch im Einklang mit den Umweltanliegen. Die aktuellen Zeiten sollten damit ein Steilpass sein für einen der wenigen Rohstoffe, der vor unserer Haustüre wächst.

Darum richtet sich die Berner Wald- und Holzwirtschaft mit folgendem Appell an die Bevölkerung:

1. Schieben Sie gestoppte Bauprojekte jetzt wieder an!
2. Planen Sie in Holz!
3. Verwenden Sie Schweizer Holz!

Sie helfen damit direkt der regionalen Wirtschaft UND der Umwelt!

Medienmitteilung, 22. April 2020

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