StatusUpdate der Berner Wald- und Holzwirtschaft vom August 2021

Die Chancen der aktuellen Marktlage erkennen und nutzen

Turbulenzen am globalen Holzmarkt führten auch hierzulande zu Preisschwankungen und Lieferverzögerungen. Die Branche nimmt die Herausforderung an und verbessert ihre Zusammenarbeit im Dienste der Kunden. Die gesteigerte Nachfrage bietet grosse Chancen: Sie zeigt die hohe Wertigkeit unseres Rohstoffes Holz, erhöht die Wertschöpfung, schafft Arbeitsplätze und leistet einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel.

Beim Verfolgen der Berichterstattungen der letzten Monate schien sich die Schweizer Holzbranche vordergründig mit den negativen Auswirkungen der globalen Marktwirren zu beschäftigen. Jetzt muss sich eine andere Betrachtungsweise durchsetzen: Die Situation bietet Chancen und Möglichkeiten, die es gemeinsam zu packen gilt. Erstens kämpfen praktisch alle Branchen mit gleichen Herausforderungen und zweitens stand Schweizer Holz noch nie so im Scheinwerferlicht wie jetzt. So rückt die Stärkung der gesamten Holzkette in den Vordergrund. Mit krisenresistenten regionalen Kooperationen soll die Versorgungssicherheit verbessert werden. Partikularinteressen der einzelnen Verarbeitungsstufen sind durchaus berechtigt und sollen bei der gemeinsamen Zusammenarbeit ihr Gewicht erhalten.

Schweizer Holz ist im Aufwärtstrend
Unternehmen mit langjährigen regionalen Lieferantenbeziehungen sind momentan klar im Vorteil. Wer schon länger auf Schweizer Holz und damit auf regionale Wertschöpfung und Nachhaltigkeit setzt, kann heute profitieren und ist von den aktuellen Preisschwankungen weniger betroffen. Die Lösung ist also naheliegend: Wenn künftig noch mehr mit Schweizer Holz gebaut wird und der Bedarf an Schweizer Holzhalbfabrikaten hoch bleibt, lohnen sich Investitionen zur Steigerung der Verarbeitungskapazitäten in der Holzindustrie und die Abhängigkeit von Holzimporten kann weiter reduziert werden. Gleichzeitig stärkt es die gesamte Holzkette vom Wald über die Verarbeiter bis hin zum Schreiner im Dorf und zum Holzbauer in der Region. Und dank der grossen CO2-Speicherleistung des Holzbaus, der Substitution von klimaschädlichen Baustoffen und geringstmöglicher grauer Energie durch kurze Transportwege leistet das Bauen mit Schweizer Holz einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz.

Bauen mit heimischen Ressourcen
Die Holzbranche muss als Einheit über alle Glieder der Wertschöpfungskette hinweg für die grossen Vorteile des Rohstoffes Schweizer Holz und die Professionalität der regionalen Produktion einstehen. Öffentliche wie auch private Bauherren sind aufgefordert mit Schweizer Holz zu planen, Produkte daraus zu nutzen und in der Region produzieren zu lassen.

Medienmitteilung vom 10.09.2021

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