Medienmitteilung, 18. September 2019

Das neue Verwaltungsgebäude der Freiburger Kantonspolizei in Granges-Paccot ist ein stolzer Holzbau. Die fünf Geschosse sind mehrheitlich aus staatseigenem Holz gebaut. Ein Leuchtturmprojekt, welches zeigt, wie regionale Wertschöpfung auch bei Grossbauten möglich ist. Die Initiative Holz | BE organisierte eine Besichtigung für Interessierte.

Die Freiburger Kantonspolizei erhielt 2018 ein neues Verwaltungsgebäude. Der fünfgeschossige Holzbau erhielt den Namen «MAD3» abgeleitet von seinem Standort «Chemin de Madeleine 3». Zusammen mit der Politik, der Regierung und der Verwaltung wurde durchgerungen, dass im Neubau der nachhaltige Rohstoff Holz aus dem staatseigenen Wald verbaut wird. Ein grosser Teil der 41 Mio. Baukosten wurden so in die Region investiert. Dafür wurde das Gebäude mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Prix Lignum 2018.

Mut zur Umsetzung
Zur Besichtigung eingeladen hatte die Initiative Holz BE als kantonale Plattform der Berner Wald- und Holzwirtschaft. Gian Carlo Chiovè, Kantonsarchitekt von Freiburg, erklärte den Anwesenden, wie sein Departement die Investitions- und Lebenszykluskosten des MAD3 geplant hatten. «Im Vergleich zu einem Betonbau sind wir nicht nur nachhaltiger und verbrauchen weniger graue Energie, wir sind auch günstiger». Das Ziel seines Teams sei es, wo immer möglich einheimisches Holz in Ausschreibungen zu fordern. Michel Niquille und Alexander Gruber von der Lignum Fribourg berichteten gemeinsam mit der Grossrätin Sylvie Bonvin-Sansonnens aus dem politischen Begleitprozess des Bauprojekts und zeigten eindrücklich auf, wie wichtig politisches Lobbying als Erfolgsfaktor für Holzbauten ist. Die Lignum Fribourg setzt sich seit 30 Jahren für Holz ein und darf sich mit dem MAD3 einen grossen Erfolg auf die Fahne schreiben.

Auf der anschliessenden Führung durch das Polizeigebäude zeigten Martial Chabloz, Ingenieur von Chabloz & Partenaires SA und Alexandre Delley, Architekt von deillon delley architectes SA, die Schlüsselstellen des Baus und wie sie Herausforderungen während der Planungs- und Bauzeit meisterten. Die Teilnehmenden – von Waldbesitzer über Architekten bis Gemeindepräsidenten – erfuhren, wie der Holzbau eine riesige Wertschöpfung in der Region behält.

Zukunft in Holz – unbedingt!
Pro Jahr wachsen rund 10 Mio. m3 Holz im Schweizer Wald nach. Davon wird knapp die Hälfte genutzt. Weitere drei bis vier Mio. m3 könnten für die Bauwirtschaft genutzt werden. Die Initiative Holz BE ist überzeugt, dass noch viel mehr möglich ist. Daher fördert sie seit 2018 mit viel Fachwissen die Verwendung von Schweizer Holz. Die Beratergruppe „Holz als Baustoff“ berät bei Bedarf Architektinnen und Architekten, Bauherrschaften und Investoren, damit im Hochbau künftig möglichst viel Holz zum Einsatz kommt.

«Holzbauten sind nachhaltig, wirtschaftlich und gesellschaftlich erwünscht», begeistert der Leiter der Beratergruppe, Pius Renggli, die Anwesenden im MAD3. Er zeigt sich zufrieden mit der Besichtigung und den anschliessenden Fachdiskussionen beim Apéro und hofft, dass nun auch im Kanton Bern Leuchtturmprojekte in Holz umgesetzt werden.

Sie finden nachfolgend die Präsentationen vom Anlass zum Download:

2019.09.18 PP HolzArchitekTour Pius Renggli

2018.09.18 PP HolzarchitekTour_MAD_3_Chiové

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